(alkoholfreies) Bier - zu Unrecht verteufelt? [übernommen aus altem Forum]

Purinarm ernähren, Purintabelle, geht es auch ohne Medikamente?
Akebono
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(alkoholfreies) Bier - zu Unrecht verteufelt? [übernommen aus altem Forum]

Ungelesener Beitrag von Akebono » 12. Aug 2018, 11:57

(alkoholfreies) Bier - zu Unrecht verteufelt? datum07.08.2018 23:27
Offline Kuddl-HH


In wohl allen Beiträgen im Netz oder in der Literatur wird auf die negativen Auswirkungen durch Alkoholgenuss hingewiesen (in Kurzform: erhöht die Bildung von Harnsäure (HS) bzw. behindert das Ausscheiden von HS), und zu Recht wird daher ein deutliches Maßhalten empfohlen. Zusätzlich gibt es den Hinweis, dass insbesondere Bier schädlich sei, da dieses im Gegensatz zu Wein, Sekt und Spirituosen einen sehr hohen Purinanteil hätte. Diesen Punkt habe ich bei Anblick der Purintabellen nie nachvollziehen können, denn der Purinwert von Bier ist vergleichsweise niedrig (Obst- oder Karrottensaft hat mehr).
Umso unverständlicher empfand ich die Hinweise, dass selbst alkoholfreies Bier tabu sei. Das fand ich umso mehr unlogisch, denn hier spielt die negative Wirkung von Alkohol ja keinerlei Rolle und die Purinwerte sind mit ca. 10 mg HS-Äquivalent auf 100 ml noch niedriger!
Nun ist aber nach weiterer Recherche der Groschen gefallen: Bier enthält demnach "Guanosin" (Beipackzettel-Hinweis Allopurinol). Das ist zunächst nicht schlimm, aber: es erfolgt offenbar im körperlichen Stoffwechselprozess eine Umwandlung in "Guanin" (ohne "o" in der Mitte), was wiederum ein Purin ist und zu HS umgewandelt wird. Soll heißen: Bier ist eine Purinfalle mit doppeltem Boden und die Werte in den Puritabellen zeigen diese Falle nicht an.
So jedenfalls habe ich es verstanden. Falls ich am "klugschieten" bin und falsch liege, freue ich mich um Korrektur

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